Der zweijährige Nasurt durfte sich über ein Weihnachtsgeschenk freuen, das der Verein „Enniger hilft Kindern“ für ihn und weitere 143 Mädchen und Jungen besorgt hatte, die von der Ennigerloher Tafel betreut werden. Das Bild zeigt (v. l.) Edeltraud Klabunde, Sibara Abuzarova, Wolfgang Bönisch, Nasurt, Christian Westkämper, Horst Stickl und Ralf Thorwirth.                                                                                                                                                                                        Fotos: Schomakers

Vereine erfüllen 144 Kindern ihre Wünsche

„Wir ahnten nicht, was auf uns zukommt. Das war nicht ohne.“ So erklärt Christian Westkämper, Vorsitzender des Vereins „Enniger hilft Kindern“, dass aus einer Idee, Kinder vor Ort mit einem Weihnachtsgeschenk eine Freude zu machen, eine größere Aktion wurde als gedacht. Der Plan war: Jedes Kind, das über die Tafel unterstützt wird, durfte einen Wunschzettel ausfüllen – es wurden 144.

Die Übergabe der Geschenke hat Edeltraud
Klabunde vorbereitet. Die erste fand am
Donnerstag in den Räumen der Tafel statt.

Überwältigt von der Aktion sind (v. l.) Christian
Westkämper (Vorsitzender „Enniger hilft Kindern“)
und Ralf Thorwirth (Ennigerloher Tafel)

Im Oktober hatten sich Christian Westkämper, Wolfgang Bönisch und Horst Stickl mit Vertretern der Tafel zusammen-gesetzt und über die Idee gesprochen. Auf den 144 Wunschzetteln standen unter anderem Rucksäcke, Kopfhörer, Puppen, Gesellschaftsspiele, Fahrradhelme und Squishmallows. „Squishmallows? Ich musste googeln, wie bei vielen Wünschen, um zu verstehen, was ich besorgen sollte“, sagte Horst Stickl am Donnerstag bei der ersten Übergabe der Geschenke in den Räumen der Ennigerloher Tafel. Er zückte sein Handy und zeigte viele Bilder von Dingen, die auf den Zetteln standen und die er nicht gekannt hatte.

Squishmallows sind sehr weiche Marshmallow-ähnliche Plüschtiere. Und ein 3D-Druck-Stift funktioniere ähnlich wie ein Mini-3D-Drucker, nur in Stiftform, und sei wohl sehr beliebt bei den Kindern, wissen Stickl und seine Mitstreiter seitdem. Dank seiner guten Beziehungen zu einem örtlichen Fahrradhändler sei es Stickl gelungen, zwei Kinderfahrräder zu besorgen, berichteten Bönisch und Westkämper. „Ich konnte ihn von der guten Sache überzeugen. Er kam mir entgegen, so dass ich im Budgetrahmen blieb“, erklärte Stickl.

Es wurde bestellt, was nur möglich war, blieb doch nicht mehr viel Zeit bis zur Bescherung. „Die vielen Pakete stapelten sich bei uns in den Wohnzimmern“, berichtete Bönisch. „Irgendwann fragte der Paketbote, ob ich im Kaufrausch sei.“ Ja, die drei Vorstandsmitglieder waren im Kaufrausch, um strahlende Kinderaugen zu erleben. Die Ehefrauen runzelten zwar die Stirn beim Blick in die umfunktionierten Wohnzimmer, die aussahen wie die Lagerräume des Christkinds. „Sie halfen uns aber auch beim Verpacken“, betonte Westkämper. Dass mit Liebe verpackt wurde, erkannte auch Ralf Thorwirth, Vorsitzender der Ennigerloher Tafel. Er gab zu, dass ihn die Idee überrascht habe, individuelle Geschenke an die Kinder zu verschenken. Auch lobte er den großen Aufwand, beim Blick auf die vielen Pakete, die sich in einem Regal stapelten.

Bei der Ausgabe hätte man gern mehr Kinder erlebt, doch die waren noch in der Schule. So freuten sich die Eltern zuerst über die Geschenke. Und der zweijährige Nasurt, der mit seiner Mutter Sibara Abuzarova sein Geschenk persönlich abholte.