Jede Menge Kisten voller haltbarer Lebensmittel haben die Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Martin für die Tafel zusammengetragen.                                                                                                                                    Fotos: Josef Thesing

Großartige Unterstützung für die Tafel

Von JOSEF THESING

Sendenhorst (gl). Am Ende waren vor allem Muckis gefragt, denn es gab einiges zu schleppen auf dem Weg vom Klassenraum bis vor die Realschule St. Martin. Denn die Familien und Freunde der Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8c zeigten sich spendabel in der Fasten-Projektwoche vor den Osterferien.

„Jeder hat etwas von zu Hause mitgebracht“, berichtet ein Jugendlicher. Am Ende kam eine große Vielfalt haltbarer Lebensmittel für die Sendenhorster Ausgabestelle der Ennigerloher Tafel zusammen.
Eingestielt hatte Schulseelsorgerin Tanja Tiedeken diese besondere Zusammenarbeit zwischen der Tafel und der Schule,
erzählt Henning Anacker, der die Klasse 8a unterrichtet, im Gespräch mit der Redaktion. Mit im Boot war die 8c mit ihrer Lehrerin Vera Börger. Im Vorfeld hatten sich die Klassen bei der Tafel umgesehen und sich über die Arbeit der Einrichtung informiert. 17 leere Klappkisten hatte Monika Koelen-Meyer dann in die Schule gebracht, und die wurden fast alle voll – und zum Teil eben auch schwer, weil unter anderem Dosen, Zucker und passierte Tomaten in Flaschen zu den Spenden gehörten. „Wir haben eine Woche gesammelt“, berichtete eine Schülerin über die Aktion.
Und so rückten Monika Koelen-Meyer und Christa Everts, die ebenfalls zum Tafel-Team gehört, am Morgen mit ihren Autos an, um die Kisten von den Schülerinnen und Schülern verladen zu lassen. Eine zweite Fuhre war am Mittag notwendig, denn eine Mutter spendierte noch 50 Kilogramm Kartoffeln. „Wir sind sehr happy“, bedankte sich Monika Koelen-Meyer im Namen der Tafel bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei allen Spenderinnen und Spendern für das Engagement.
Denn die Situation der Tafeln insgesamt sei schwieriger geworden, weil vieles zuletzt teurer geworden sei und die Lebensmittelmärkte zielgerichteter bevorraten würden. Die Einrichtung in Sendenhorst stehe wegen der guten Unterstützung aus Ennigerloh aber noch vergleichsweise „ganz gut da“.

Ausgabestelle der Tafel ist dienstags offen

Sendenhorst (jot). Aber auch die Sendenhorster Ausgabestelle der Tafel an der Borsigstraße müsse „mit insgesamt weniger auskommen“, berichtete die Sprecherin im Gespräch mit der Redaktion. Da seien solche Aktionen extrem hilfreich. Denn auch bei der Kundschaft der Tafel werde derzeit sehr deutlich, dass das Leben insgesamt teurer geworden ist. Zwischen 80 und 90 Bedarfsgemeinschaften, wie solche heißen, nutzten die Ausgabestelle regelmäßig. Und manch einer und manch eine würden sich auch schämen, das Angebot in Anspruch nehmen zu müssen. Zuletzt habe eine ältere Frau weinend erklärt, dass das Leben für sie einfach zu teuer geworden sei. Schämen müsse sich niemand, sagte dazu Monika Koelen-Meyer. Denn genau dafür sei die Tafel ja da.
Die Ausgabestelle der Tafel in Sendenhorst ist dienstags von 14.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Kartoffeln? Gehen immer und sind auch lecker. Die Beteiligten freuten sich auch über diese wertvolle Spende.                                                                                                                                                                                                                     Foto: privat

Für die Jugendlichen gab es viel zu schleppen. Solche Kisten wiegen schon                       Bei der Aktion gab es einiges
ein paar Kilo                                                                                                                                     sorgfältig zu verladen.