Das Tafel-Team landete auf dem dritten Platz. Seit 2008 engagieren sich dort rund 50 Ehrenamtliche

 

 

Auszeichnung für Projekte, die Jung und Alt verbinden

Von HANS-JÜRGEN GERDES
Sendenhorst (gl). Das Miteinander der Generationen stand im Mittelpunkt der Verleihung des Heimat-Preises 2026 der Stadt Sendenhorst. Unter dem Motto „Generationsübergreifen des Engagement“ wurden im Haus Siekmann Projekte ausgezeich-net, die Begegnungen zwischen Jung und Alt ermöglichen, gemeinsames Handeln fördern und das gesellschaftliche Miteinan-der stärken.

Bereits zum achten Mal seit 2019 hat die Stadt den Preis vergeben, der vom Land Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 5000 Euro gefördert wird. Insgesamt zwölf Bewerbungen waren bei der Stadtverwaltung eingegangen. Über die Preisvergabe entschied eine Jury aus Vertretern der im Rat vertretenen Parteien, Brigitte Denker als Vertreterin der Vorjahrespreisträger sowie Martina Bäcker von der Stadtverwaltung. Bürgermeisterin Katrin Reuscher würdigte in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Ehrenamtes für das Zusammenleben in der Stadt. „Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen.
Die Vielzahl der Bewerbungen zeigt eindrucksvoll, wie groß das Engagement in Sendenhorst und Albersloh ist“, sagte sie. Die ausgezeichneten Projekte stünden stellvertretend für viele Menschen, die sich tagtäglich für ihre Mitmenschen einsetzen.

Bevor die Preisträger bekannt gegeben wurden, stellte Reuscher auch die weiteren Bewerbungen vor: der DRK-Ortsverein Sendenhorst/Albersloh, der Heimatverein Albersloh, die Kindergruppe Sendenhorst, die KG „Schön wär’s“, der Allgemeine Schützenverein St. Martinus 1864 Sendenhorst, die SG Sendenhorst, die Tanzgruppe „Strandjungs“, das Trainerteam der Tennisabteilung der DJK Grün-Weiß Albersloh sowie Kirsten Wessel für ihren unermüdlichen Einsatz für die Tanzgruppe der Kinder und Jugendlichen „KG Fantastic“.

Als Anerkennung erhielten alle nicht prämierten Bewerberinnen und Bewerber zwei Eintrittskarten für das Vocal-Champs-Festival sowie den Dank der Bürgermeisterin und den Applaus der zahlreichen Gäste.

Den dritten Platz und 1000 Euro Preisgeld erhielt die Tafel Ennigerloh – Ausgabestelle Sendenhorst. Seit 2008 engagieren sich dort rund 50 Ehrenamtliche im Alter von 17 bis über 80 Jahren. Die Tafel unterstützt Menschen, die ihren Lebens-unterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten können, und ist für viele Familien zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden. „Diese Auszeichnung gehört unserem gesamten Team. Ohne den Einsatz aller Generationen wäre diese Arbeit nicht möglich“, sagte Monika Koelen-Meyer als Vertreterin der Tafel.

Der diesjährige Heimat-Preis der Stadt ging an die Schwimmabteilung der SG Sendenhorst und das St.-Elisabeth-Stift, die seit Corona regelmäßig gemeinsame Aktivitäten durchführen.

Spenden gehen an lokale Einrichtungen

Sendenhorst (gl). Mit dem zweiten Platz und 1500 Euro wurde die Plattdeutsche Theatergruppe „Dröget Schnüffelken“ ausgezeichnet. Die Theatergruppe trägt dazu bei, die plattdeutsche Sprache lebendig zu halten und an jüngere Generationen weiterzugeben. Ein eigens für Kinder und Jugendliche inszeniertes Stück eröffnet jede Theatersaison.

Zudem werden die Überschüsse aus den Aufführungen regelmäßig an lokale Einrichtungen gespendet. „Plattdeutsch lebt davon, dass wir es gemeinsam an die nächste Generation weitergeben. Diese Auszeichnung ist für uns Ansporn und Bestätigung zugleich“, freute sich Marion Pumpe als Vertreterin der Theatergruppe.

Den ersten Platz und damit 2500 Euro erhielten die Schwimmabteilung der SG Sendenhorst und das St.-Elisabeth-Stift. Aus einer gemeinsamen Plätzchenback-Aktion während der Corona-Pandemie entwickelte sich vor fünf Jahren ein regelmäßiges Miteinander. Heute treffen sich Jung und Alt einmal im Monat zu gemeinsamen Aktivitäten, bei denen beide Generationen voneinander profitieren.

„Aus einer kleinen Idee ist eine wunderbare Gemeinschaft entstanden. Die Begegnungen bereichern beide Seiten und zeigen, wie einfach gelebtes Miteinander sein kann“, sagte Petra Rehsöft als Vertreterin der Schwimmabteilung. Auch aus dem St.-Elisabeth-Stift war die Freude über die Auszeichnung groß: „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich auf jedes Treffen. Diese Begegnungen schenken Lebensfreude und schaffen echteVerbundenheit,“ ergänzte Hausleiterin Sabina Depka-Prondzinski.

Alle Preisträger dankten der Jury für die Auszeichnung und kündigten an, ihr generationsübergreifendes Engagement auch künftig mit großem Einsatz fortsetzen zu wollen.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von der Stadt- und Feuerwehrkapelle Sendenhorst. Beim anschließenden Empfang im Garten von Haus Siekmann nutzten zahlreiche Gäste das sommerliche Wetter für Gespräche und Begegnungen.

Zum Abschluss richtete Bürgermeisterin Katrin Reuscher ihren Dank noch einmal an alle Ehrenamtlichen. „Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Heimat lebenswert bleibt. Dafür danke ich Ihnen – auch im Namen von Rat, Verwaltung und der gesamten Bürgerschaft.“

Die Plattdeutsche Theatergruppe wurde mit Platz zwei belohnt.

Bürgermeisterin Katrin Reuscher dankte bei der Preisverleihung allen, die sich ehrenamtlich engagieren.